Das Saaletal liegt auf einer fränkischen Trockenplatte und gehört aufgrund seiner natürlichen Gegebenheiten zu den sonnenreichen Gebieten Bayerns.
Die Fränkische Saale ist der einzige und prägende Fluss. Sie ist kein wilder Strom, sie gleicht sich vielmehr der sie umgebenden Landschaft an: still, beschaulich und gelassen fließt sie dahin. Gelbe Wasserrosen wurzeln in ihrem Grund, Schwimmblätter lassen die Blüten auf der Oberfläche treiben. Die Ufer säumt eine vielfältige, an manchen Stellen urwüchsige Vegetation. Nur wenn im Frühjahr die Schneeschmelze in der Rhön einsetzt und heftige Regenfälle hinzukommen, verwandelt sich der sonst träge Fluss in einen breiten Strom, der das Saaletal weit überschwemmt und der Gegend ein seenartiges Aussehen verleiht.
Und wenn an kühlen Abenden silbrige Nebel aus den Wiesengründen des Saaletals emporsteigen, vermeint man noch heute geisterhafte Gestalten und Saalenixen, die einst Burgherren und unvorsichtigen Wanderern die Köpfe verdrehten, wahrzunehmen und ihr leises Lachen im Gurgeln des Wassers zu hören.

Fließende Gewässer hatten häufig eine verbindende und gleichzeitig trennende Funktion. Sie dienten lange Zeit als Wasserstraße und als Grenze. Die Nutzung der Saale hat sich zwischenzeitlich geändert: Sie ist Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen, gleichzeitig bietet der Fluss vielfältige Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung.
Rund 25 ursprünglich beheimatete Fischarten leben noch heute in der Saale und ihren Nebengewässern. Einst wanderten sogar Lachse in großen Mengen die Saale hoch. Freilich war ihr Genuss allein dem Fürstbischof von Würzburg vorbehalten.
Lachse gibt es heute keine mehr, doch Angler finden überall ruhige Stellen, an denen sie ihre Ruten nach Forellen, Karpfen, Rotaugen, Schleien oder auch Hechten auswerfen können. Wer Bewegung sucht, dem sei zu einer Wanderung entlang der Saale geraten.
Zahlreiche Mühlen säumen ihre Ufer: die Langendorfer und Westheimer Mühlen, die Herrenmühle, die Neu- und die Rossmühle. Die meisten dienten ursprünglich als Getreidemühlen, einige sind noch heute völlig intakt. Andere sind zu Restaurants und Hotels um funktioniert, die allen Ansprüchen genügen. Nicht ganz so einfach, aber ebenfalls ohne Gefahr ist die Fahrt auf der Saale, im Kanu oder im Boot.