Restaurants in der Rhön

Gastronomie in Bad Neustadt

Weinfeste in Franken

  Lange Zeit war die Rhöner Küche als Arme-Leute-Küche verpönt, doch seit man sich überall auf frische Produkte aus der nahen Umgebung und regionale Zubereitungen besinnt, findet man in den Gasthäusern der Rhön wieder mehr und mehr heimische Gerichte.

Angeführt wird die Speisekarte vom Rhönschaf, einer in der Rhön ansässigen schwarzköpfigen Hausschafrasse, die vor einigen Jahren als nahezu ausgestorben galt: Nur noch 600 Tiere wurden 1968 gezählt. Inzwischen ist der Bestand wieder gesichert - was nicht nur die Feinschmecker, sondern auch die Naturschützer freut: Das anspruchslose Rhönschaf, an Landschaft und Klima der Rhön besonders gut angepasst, sorgt mit gesundem Appetit für die Erhaltung der typischen Wiesen und Matten und verhindert die Verbuschung dieser Flächen.


Essen & Trinken in der Natur

 
  Dennoch: Irgendwann schlägt auch dem Rhönschaf die letzte Stunde, und dann findet es sich lecker zubereitet auf den Speisekarten der Landgasthöfe und Restaurants wieder. Seit Jahrhunderten überlieferte Rezepte wurden nachgekocht, ein wenig verändert und "modernisiert", neue Rezepte kamen hinzu.
Da gibt es Lammkeule auf Wiesenheu und Lammzunge in Wecksoß', Lammfleischtiegel und Lammfleischbrüh', Lammbratwurst und Hammelsalami. Apropos Hammel: Anders als viele andere Schafrassen schmeckt das Rhönschaf besonders gut, wenn es etwas älter ist.

 

 

Rhöner Spezialitäten beim Familienausflug


  Doch in der Rhön wird nicht nur Fleisch serviert. Krempelsopp mit abgeschmelzten Kartoffeln, Birnensenf, Rhöner Ploatz, Flurgönder, Hutzelkräppel und Kartoffeldeitscher mit Preiselbeerschmand klingen zwar zunächst recht abenteuerlich, lohnen aber das Probieren: Die Zutaten kommen aus der Nachbarschaft, vieles stammt aus biologischer Landwirtschaft und ist oft erst am Morgen geerntet worden. Dazu ein Glas ausgemachter Apfelwein oder ein Glas Klosterbier, ein Stückchen Rohmilchkäse zum Abschluss - allein schon des Essens wegen lohnt eine Reise in die Rhön. Wer der Rhöner Küche so sehr zuspricht, dass er der schlanken Linie wegen ein schlechtes Gewissen bekommt, kann sich vielleicht mit dem Gedanken trösten, dass es für einen guten Zweck geschieht: Wer Rhönschaf isst, leistet eine praktischen Beitrag zum Naturschutz. Und wer vor der Heimreise in den Höfläden der Bauern essbare Souvenirs kauft, tut auch etwas für die Umwelt - erfreulicherweise mit dem allergrößten Genuss.

Ein Rhöner Biergarten